Mainz, 08. Juni 2016 – ORGENTEC Diagnostika hat eine führende Rolle im angesehenen Forschungsprojekt EuroTEAM Arthritis (Towards Early diagnosis and biomarker validation in Arthritis Management) zur Früherkennung und Prävention der rheumatoiden Arthritis. Die Europäische Union fördert das Projekt vier Jahre lang mit insgesamt mehr als 5,7 Millionen Euro. Gemeinsam mit den Partnern von dreizehn renommierten europäischen Forschungsinstituten präsentieren wir das Projekt und unseren Beitrag zur Suche nach neuen Biomarkern für die Rheumatoide Arthritis am EuroTEAM-Stand V21 im EULAR Village vom 8.-11. Juni.

ORGENTEC ist das einzige Diagnostik-Unternehmen, das am EuroTEAM-Projekt beteiligt ist und federführend bei der Erforschung von Biomarkern im Blut. Fundierte Kenntnisse, technisches Know-How und die Erfahrung unserer Forschungsabteilung bei der Entwicklung und Herstellung von hochspezifischen Testsystemen für die Diagnostik rheumatologischer Erkrankungen, gaben den Ausschlag dafür ORGENTEC zur Teilnahme im EuroTeam einzuladen. Seit der Einführung des innovativen Markers Anti-MCV hat ORGENTEC international einen Ruf als Spezialist für die Labordiagnostik der rheumatoidem Arthritis (RA).

Im Rahmen des Projekts haben Dr. Holger Bang, Forschungsleiter bei ORGENTEC und sein Team im Labor grundlegende Erkenntnisse zur Entwicklung neuer serologischer Biomarker für die RA beigesteuert. Sie identifizierten ein Panel von Proteinmodifikationen die zum Nachweis von Autoantikörpern verwendet werden können und die bekannten ACPA- und RF-Tests sinnvoll ergänzen.

Zurzeit laufen mehrere Studien, die Möglichkeiten zur therapeutischen Intervention während der prä-klinischen Phase der RA untersuchen. Die neuen modifizierten Antigene können schon sehr früh im Krankheitsverlauf detektiert werden, zu einem Zeitpunkt, an dem sich der Ausbruch der Krankheit möglicherweise noch durch eine frühe Therapie verhindern lässt. Einige der Modifikationen können darüber hinaus anzeigen, ob ein Patient auf ein bestimmtes Medikament ansprechen wird oder nicht.

Etwa ein Drittel aller RA-Patienten ist seronegativ für die bekannten ACPA-Tests. Dies führt häufig zu verzögerter Diagnose und Therapie. Einige der neuen Marker können auch bei seronegativen Patienten nachgewiesen werden und tragen dazu bei, diese diagnostische Lücke zu schließen.

Die Ergebnisse von Holger Bang und den Partnern im EuroTEAM-Konsortium haben das Potential in naher Zukunft zu anwendbaren diagnostischen Produkten weiterentwickelt zu werden. Die gleichzeitige Analyse mehrerer modifizierter Antigene könnte die Labordiagnostik der RA weitreichend verändern, hin zu einem Multi-Biomarker-Ansatz der den Weg für eine personalisierte RA-Diagnostik ebnet.

Über das EuroTEAM

Das vordringliche Ziel des TEAM Konsortiums ist es, spezifische Biomarker zu finden und Prozesse zu erforschen, die beim Übergang vom Gesunden zur rheumatoiden Arthritis zum Tragen kommen. Die TEAM-Mitglieder wollen dafür ein integriertes Arbeitsprogramm etablieren, dass akademische Forscher mit ausgewählten Partnerunternehmen vernetzt. Dadurch soll es möglich werden, personalisierte prädiktive Biomarkerprofile der Patienten zu erstellen, die eine rheumatoide Arthritis entwickeln werden. Schließlich sollen auch direkt betroffene Patienten, sowie Spezialisten für Genetik und Ethik daran mitarbeiten, die Risiken nach einem positiven Biomarker-Test darzustellen und zu vermitteln. Dreizehn akademische Partner aus den sechs europäischen Ländern Großbritannien, den Niederlanden, Schweden, Österreich, der Schweiz und Deutschland sind an dem Projekt beteiligt. Jeder akademische Partner kann dabei international anerkannte Erfolge bei der Erforschung der rheumatoiden Arthritis vorweisen. Drei industrielle Partner aus Deutschland, den Niederlanden und Island steuern ihre Kompetenz bei der Entwicklung diagnostischer Testsysteme für Autoimmunkrankheiten bei, sowie Erfahrungen mit Ansätzen zur lokalen Gentherapie von rheumatischen Erkrankungen und bei der Analyse des menschlichen Genoms. Eine kleine Gruppe von Patienten aus ganz Europa wird ebenfalls am Projekt teilnehmen. Diese „Patient Research Partner“ sind Mitglieder des europäischen PARE-Gremiums (People with Arthritis/Rheumatism in Europe) oder gehören nationalen Patientenorganisationen an. Ihre Mitarbeit ist von zentraler Bedeutung für das Projekt. Sie geben den Partnern aus den wissenschaftlichen Instituten und der Industrie das nötige Feedback zu den Forschungsarbeiten und vermitteln Einblicke in die Erfahrungen und Bedürfnisse von Patienten mit rheumatoider Arthritis. www.team-arthritis.eu

Das EuroTEAM-Projekt wird durch das FP7 Health Programme der Europäischen Union unter dem Förderkennzeichen FP7-HEALTH-F2-2012-305549 gefördert.

Über ORGENTEC

ORGENTEC Diagnostika GmbH mit Sitz in Mainz ist weltweit führend in der Entwicklung und dem Vertrieb von Testsystemen für die Autoimmundiagnostik und die Infektionsserologie. ORGENTEC hat zahlreiche hochspezifische ELISA-Testsysteme, Blot- und Immunfluoreszenz-Tests entwickelt, sowie den Random-Access-Analyser Alegria® und den Schnelltest rheumachec® zur Früherkennung einer rheumatoiden Arthritis. Über Niederlassungen in den USA, Neuseeland, China, Frankreich, Österreich und Ungarn, und ein weltweites Netzwerk von Vertriebspartnern tragen die Produkte von ORGENTEC in mehr als 100 Ländern auf der ganzen Welt zum Wohl der Patienten bei.

Pressekontakt bei ORGENTEC
Dr. Friederike Hammar Christopher Lüning
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